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Pressespiegel (Auswahl)

Pressespiegel (Auswahl)

(…) Effektvoll gelingt es Kalma Streun, den in diesem Zusammenhang eher anstrengenden Redestrom von Gesine Danckwarts “Vom Ende der Kindheit“ als halbwegs clowniges Stimmen- Gewirr zu sortieren. Elterliche Erziehungs-Vorsätze, familiäre Besitzergreifung. “Diese Suppe will ich nicht“, und “ich will mir nicht in meine Windel gucken lassen“.

(RBB Kulturradio, VOM ENDE DER KINDHEIT am Theater Chemnitz und PRATER Kastanienallee Berlin)
 

“Zum Finale montiert Gesine Danckwart sprachverliebt, abstrahierend und nicht immer decodierbar Formeln und Konstellationen “vom Ende der Kindheit”. Der anspruchsvollste Beitrag des langen Abends, auch szenisch im Spiel mit bunten Stühlen, voll schwieriger polyphoner Sprechchöre.”

(Nachtkritik, VOM ENDE DER KINDHEIT am Theater Chemnitz und PRATER Kastanienallee Berlin)
 

“Streun wäre aber nicht die, die sie ist, nämlich eine junge vielversprechende Regisseurin, würde sie nicht auch die Auswahl ihres Stoffes thematisieren.”

(Mattias Schulze, FRIZZ, TOM SAWYER & HUCKLEBERRY FINN am NT Halle)
 

“Die Regisseurin Kalma Streun, die nun ‘Madame Bovary’ für das Puppenspiel Halle umsetzt, ist für unkonventionelle Stücke bekannt.”

(mdr Artour)

 

“Madame Bovary” – Sehnsucht führt zum Tode

Die Inszenierung von Kalma Streun, die jetzt am halleschen Puppentheater ihre gefeierte Premiere erlebte, nimmt ausdrücklich Bezug auf den juristischen Vorgang. Natürlich sind Einmischungen in das Private wie in die Literatur von Staats wegen heute von anderer Art, die Rolle der Zensur hat der Markt übernommen. Und längst ist den Menschen ihr Sexualleben selbst überlassen, ob es sich nun innerhalb oder außerhalb einer ehelichen Beziehung abspielt. Aber die Einsamkeit, die Sehnsucht nach Erfüllung nicht nur im Körperlichen – die sind geblieben. Und den Bewohnern der digitalen Welt ebenfalls zur gefälligen Selbstregulierung überlassen.
Davon erzählt „Madame Bovary“ im kleinsten und erfolgreichsten Haus der halleschen Bühnen ebenfalls – im Subtext, den das 90-minütige Spiel dem Zuschauer mitliefert, wenn er sich einlassen will auf den melancholischen, tieftraurigen Zauber, der von den Akteuren auf der Bühne entfaltet wird. Dass die Damen und Herren aus der Truppe des Intendanten Christoph Werner furchtlos und angemessen mit Weltliteratur umgehen, ist vielfach bewiesen. Man erinnere sich an „Buddenbrooks“, inszeniert von Moritz Sostmann. Mit „Madame Bovary“ ist nun ein weiteres Glanzstück hinzugekommen. …”

(Andreas Montag, MZ, Madame Bovary am Puppentheater Halle)

„Was Regisseurin Kalma Streun da in die Kammer des Neuen Theaters bringt ist nicht weniger als ein Paradebeispiel gelungener Familieninszenierung. Leicht und einfühlsam zeichnet sie das Leben der Dieffenbachstrasse 93 nach. Ihre Charaktere sind überzogen und doch wirken sie echt. Die Bewohner der „Dieffe 93“, sie alle leben in ihrem kleinen, eigenen Kosmos, den Streun gekonnt zu offenbaren weiß und allein dadurch zu einer gelungenen Inszenierung beiträgt(…) Es vermittelt szenisch anspruchsvolle Bilder, externe und parallel stattfindende Handlungen sowie ein Aus-Der- Handlung-Treten so gekonnt, dass auch die jüngsten Zuschauer folgen können(…) Mit Rico, Oscar und die Tiefferschatten präsentiert das Thalia Theater eine Inszenierung, die ihresgleichen sucht(…) Eine mehr als empfehlenswerte Inszenierung. …”

(Julius Heinrichs, FRIZZ, RICO, OSCAR UND DIE TIEFFERSCHATTTEN am NT Halle)

 

„Was haben die sich nur dabei gedacht? Ein im wahrsten Sinne todernstes Thema mit Heiterkeit in Verbindung zu bringen, also das geht doch zu weit! Wo sind die Grenzen guten Geschmacks?”
„Es ist sicher ein unglaublicher Widerspruch. Aber es ist ja auch ein Widerspruch, dass Menschen, die an Krebs leiden oder litten einen sehr schwarzhumorigen aber auch unglaublich lebenshungrigen Umgang damit entwickeln,“ sagt Kalma Streun, Regisseurin, die das Stück inszenierte und für das „NT“ neu übersetzte. Die Bühne wird zur onkologischen Tagesklinik, der Arzt zum Gott und die vier Patientinnen können ihrem Wesen nach unterschiedlicher nicht sein. Die personifizierte „Heilung“ und der „Tumor“ agieren als impulsgeber (…) Alles ergibt ein Stück, was an die Nieren geht nachdenklich aber gleichzeitig Mut macht (…) Das Stück ist amüsant und traurig, hysterisch und irrational, laut und leise. Emotional und rational, realistisch und überdreht- wie das richtige Leben. Eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ dominiert die Handlung. Das Spannungsfeld zwischen Krankheit, Leid, schwarzem Humor und Tatkraft emfand ich dabei als sehr inspirierend(…) HAPPY ENDING ist sehr gut gelungen!“

(Sven Hunold, Mitteilungsblatt der Sachsen Anhaltinischen Krebsgesellschaft e.V, HAPPY ENDING am NT Halle)

 

„Deutsche Erstaufführung: Dem Neuen Theater gelingt mit der Inszenierung HAPPY ENDING ein Drahtseilakt im Umgang mit dem Thema Krebs(…) Ironisch, Stimmgewaltig und voller Emotionen präsentieren darin die Schauspieler die Inszenierung von Kalma Streun.”

(Dorothea Fläming , Mitteldeutsche Zeitung, HAPPY ENDING am NT Halle)

 

Die Regisseurin Kalma Streun bugsiert die Kindheit der vier Freunde sachte in eine Zeit, in der Kassettenrekorder noch taugten und Capri-Sonnen schmeckten. Unbändig, vorlaut und neunmalklug lässt sie sie herumturnen und den traurigen Kern des Stückes für Kinder ab sechs Jahren sanft angehen. Kesselmann ist nämlich womöglich kränker als er aussieht, was den Kindern die Möglichkeit gibt, erst eine der schönsten Beerdigungen der Welt zu spielen und dann groß Hochzeit zu feiern. Dabei dürfen sich die vier benehmen, wie sich Kinder benehmen, zumindest dann, wenn ihre Eltern nicht zuschauen: Rülpsend erkunden sie die Welt und geben sich der lautmalerischen Kraft der Worte Kacke, Popel, Kotze hin wie einem Sahne-Eis (…) kommt auch deswegen so umwerfend zeitlos daher, weil der Kinderkosmos Immergültigkeit genießt.

(Shirin Sojitrawalla, Allgemeine Zeitung/ Rhein Main Presse, FÜR EWIG UND HUNDERTMILLIONEN TAGE am Staatstheater Wiesbaden)

 

„This two-man puppet show, based on The Tempest and set to music composed and played by Franz Ferdinand’s guitarist Nick McCarthy, isn’t just fun. It’s also an attempt to bring Shakespeare to a wider audience: people like me, pop fans, who don’t know their Prospero from their Trinculo.(….)Pleßmann plays every part, popping on a top hat emblazoned with a P for Prospero, and a cheap nylon wig for Miranda. He has taken plenty of liberties and has a neat line in ad libbing. “First acts are like being in love,” he says, as he carries his puppets (actually, they’re grotesque heads) around the stage.
“Second acts are like being in a relationship.” Then, during a number where they play guitar together, he smiles fondly at McCarthy, adding a layer of sweetness towhat is, in effect, a highly likeable standup show with music.“

( Caroline Sullivan,**** THE GUARDIAN, THE ISLE IS FULL OF NOISES, Wiltons Music Hall, London )

 

“(…)Die Inszenierung von Kalma Streun bleibt auf der Bühne ebenso skizzenhaft wie Nishizakas Zeichnungen. Trotzdem entsteht sofort jener unverkennbare magische Manga- Sog, der zum Erfolgsgeheimnis der japanischen Comics gehört, wird das Stück zum unheimlichen, suggestiven Gleichnis über die Sehnsucht, einmal alle kontrollierten Grenzen der Zivilisation zu überschreiten(…) keine setzte so konsequent wie Kalma Streun und Nishizaka Hiromi das Festival Motto “Comic meets Theatre” um.”

(Esther Slevogt, Theater Heute, OKAMI)

 

“Regisseurin Kalma Streun entwirft eine poetisch-musikalische Traumwelt. Fünf Darsteller rezitieren, mal Solo, mal im Chor, das Gedicht, sie deuten Bewegungen und Körperlichkeit an, wagen Tanzschritte, laufen, streiten, küssen, hecheln, flüßtern, üben stumme Schreie und stilles Entsetzen. Zwei bildende Künstler füllen Dia-Text-Projektionen des Gedichts mit Farbe aus und erschaffen so- parallel zu den fünf Abschnitten des Gedichts- fünf Text Bilder. Vier Musiker (Schlagzeug, Gitarre, Saxophon, Gesang) improvisieren im Stile des Free Jazz, stricken einen atmosphärischen Sound- Teppich, entwerfen mal grelle und laute, mal zarte und zerbrechliche Klangfantasien. Alles fügt sich zu einem multimedialen Gesamtkunstwerk. Ein zwar nur 70-minütiger aber äußerst gelungener Abend, der eine ungeheure Magie und Fasznination entfaltete….”

(Frank Dietschreit,***** Kulturradio am Morgen, RBB, THE WASTE LAND, Akademie der Künste, Berlin)

 

„(…)Plötzlich ist da eine fesselnde Atmosphäre. die immer entsteht, wenn klug gespielt wird, nicht nur berechnend. Wo die Unzulänglichkeit jedes einzelnen zum Stoff des Spiels wird. Wenn all das, was eben noch vorgeführt und behauptet wurde, durchsichtig wird, eigene Verletzlichkeit spürbar macht. (…) es ist wie im leben irritierend und schön….”

(Olaf Brühl, Tageszeitung Junge Welt, A WALK IN THE PARK, bat-studiotheater, Berlin)